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Dive-Spirit


Schon als Kind habe ich mir vorgenommen, später einmal mit einem Tauchgerät die Unterwasserwelt zu erkunden. Meine ersten Abenteuer dieser Art beschränkten sich jedoch auf das Lesen des Buches „In unberührte Tiefen“ von Hans Hass, welches ich im Bücherregal meiner Eltern aufgetrieben hatte. Es folgten einige Praxistests im Aufblasplanschbecken und später in holländischen Binnenmeeren, stets mit Maske und Schnorchel ausgerüstet. Die ganz großen Entdeckungen blieben mir während dieser Abenteuer allerdings regelmäßig verwehrt. Erst nachdem ich mein Studium beendet hatte ergab sich die Gelegenheit, diesen lange gehegten Traum in die Tat umzusetzen.

Und ich war begeistert! Bereits nach meinem ersten Tauchurlaub am Roten Meer verspürte ich den Wunsch, den an Land gebliebenen Freunden und Bekannten das unter Wasser Erlebte anhand von Fotos zeigen zu können. Über Wasser hatte ich schon seit vielen Jahren Erfahrungen mit dem Fotografieren sammeln können und so erwarb ich zu diesem Zweck eine (analoge) Sea&Sea MX5, die ich nach ersten, nicht besonders beeindruckenden Ergebnissen gegen eine Motomarine MM II eintauschte.

Zur digitalen Fotografie kam ich nach kapitalem Wasserschaden meiner Motomarine. Diesen „Einschnitt“ nutze ich für den Umstieg auf meine erste Digitalkamera überhaupt, die ich auch gleich für die Unterwassertauglichkeit aufrüstete: Meine Wahl fiel seinerzeit auf eine Olympus 5060wz mit dem dazugehörigen Systemgehäuse von Oylmpus. Für die nächsten Jahre benutze ich folgendes Setup für die Unterwasserfotografie:

  • Olympus 5060wz
  • Olympus Gehäuse pt-020
  • Blitze: Sea&Sea YS 350 und Sea&Sea YS 60
  • Subtronic Blitzarme
  • INON Weitwinkel mit Domeport
  • INON Makrolinse

Mehr zufällig fiel mir nach einem Tauchurlaub die Ausschreibung für die "Erste mitteldeutsche Meisterschaft für Unterwasserfotografie" in Berlin in die Hände. Ohne mir ernsthaft Gedanken über eine mögliche Platzierung zu machen, reichte ich ein frisch aus dem Roten Meer mitgebrachtes Portrait eines Weisspitzenhochseehais (Longimanus) ein und belegte damit den ersten Platz in der Kategorie "Beginner - Digital". Dieses Erlebnis hat meine Begeisterung für die Unterwasserfotografie weiter entfacht und das Erlebnis "Tauchen" wurde damit um eine neue Perspektive erweitert.

Schnell wuchsen die Ansprüche an die eigenen Bilder und nach etwa vier Jahren tauschte ich meine Kompaktkamera gegen eine digitale Spiegelreflexkamera von Nikon. Zu verlockend waren die durch verschiedene Objektive gegebenen Möglichkeiten: Vom Weitwinkelbereich bis zum extremen Marko ist alles möglich und der gestalterische Spielraum hat sich mit diesem Schritt vervielfacht.

Heute fotografiere ich unter Wasser mit folgendem Setup:

  • Nikon D200
  • Seacam-Gehäuse
  • Seacam Blitz 250 Digital
  • Subtronic Blitzarme
  • Nikon Weitwinkel 12-24mm
  • Nikon Makro 60mm
  • Seacam Wet-Diopter (Makrolinsen)

Neben der Begeisterung für die Fotografie entwickelte sich aber auch eine weitere Leidenschaft: Die Faszination für Haie. Diesen Räubern im Wasser zu begegnen ist etwas ganz besonderes und vermutlich nur für denjenigen nachvollziehbar, der dies schon einmal erleben durfte. Mit der Liebe zu den Haien entwickelte sich aber auch gleichzeitig etwas anderes: Die Sorge und die Befürchtung, dass wir als Menschheit mit unserem rücksichtslosen Vorgehen und der Ausbeutung der Meere diese Tiere bereits heute an den Rand des Aussterbens gebracht haben.

Ich wünsche mir daher, mit meinen Fotos einen kleinen Beitrag zur Aufklärung leisten zu können, dass wir Menschen Haie nicht länger als Furcht einflößende Bestien sehen, sondern als das, was sie tatsächlich sind: Faszinierende Raubtiere, die seit 400 Millionen Jahren die Ozeane dieser Erde bevölkern und die sich im Laufe der Evolution perfekt an ihre Umgebung angepasst haben. Nur auf eines sind sie nicht vorbereitet und haben ihm daher nichts entgegenzusetzen: Den Menschen.

Und so sterben jedes Jahr etwa 100.000.000 (Einhundertmillionen) Haie durch Menschenhand.

An dieser Stelle möchte ich es darüber hinaus nicht versäumen, mich bei einigen Menschen und guten Freunden zu bedanken, die zum Gelingen dieser Seite auf die eine oder andere Weise wertvollen Beitrag geleistet haben:

Vielen Dank an Petra und Rolf Gross von Divers-Travel-Guide, meine ersten „Fans“, die von den ersten Unterwasserfotos an immer an mich geglaubt haben und die mit ihrem Know How im Internetbereich diese Internetseite überhaupt erst möglich gemacht haben.

Vielen Dank an meinen „Mentor“ Robert Wilpernig von Wirodive, der mir von Anfang an bis heute bei allen Fragen zur Unterwasserfotografie mit offenen und uneigennützigen Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stand und steht.

Und vielen Dank an Ira, meine Inspiration, meinen Buddy, mein Model, meine Liebe. Danke für dein Verständnis für diese mitunter sehr zeitintensive Leidenschaft und danke für die vielen gemeinsamen Stunden in den Ozeanen dieser Welt ebenso wie über Wasser. Ich wünsche mir noch viel mehr davon. Ich liebe Dich!

Darüber hinaus vielen Dank allen anderen, die mich bei vielen Tauchgängen, wo auch immer in der Welt, begleitet haben.

Und nun wünsche ich allen regelmäßigen und erstmaligen Besuchern dieser Seite viel Spaß beim Stöbern! Mit Anregungen, Ideen, Kritik und Fragen könnt Ihr euch gerne jederzeit per Email an mich wenden.

Herzlichst,

Timo Weber

 

 

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